Dein Körper ist durchtrainiert wie der von Hulk, oder du legst eine elfengleiche Eleganz an den Tag, deine Freude beim Tanzen haut die Leute vom Hocker, aber du kannst das alles nicht zeigen, da du dir diese besch****** Schrittfolgen nicht merken kannst? Ich war die vergesslichste und schusseligste TanzschĂŒlerin, die es auf der Welt gibt und auch ich habe es schlussendlich gelernt, hier meine Erfahrungen:
1. Nicht ausrasten!
Auch wenn es in dem Moment noch so nervig ist, dass die Choreo einfach nicht bei dir hĂ€ngen bleibt, ist das Wichtigste, dass du ruhig bleibst. Das Prinzip ist nĂ€mlich ganz einfach: Die Tanzschritte gehen ĂŒber deinen Körper in einen temporĂ€ren Zwischenspeicher deines Gehirns, dort sollen sie aber nicht lange bleiben. Denn schlussendlich sollen die Schritte in dein muskulĂ€res GedĂ€chtnis ĂŒbergehen und dein Körper die Choreo sozusagen von selbst tanzen, ohne dass du dabei viel nachdenken musst. Wenn du dich darĂŒber Ă€rgerst, dass du die letzten Schritte schon wieder vergessen hast, ist dein Kopf aber erst recht mit denken beschĂ€ftigt, nĂ€mlich an das, was du nicht kannst. Somit kann er seine Funktion als Zwischenspeicher nicht erfĂŒllen. Boom, du landest bei einem Blackout. Geh also mit einer komplett offenen Geisteshaltung in den Unterricht, habe keine Erwartungen an dich und die Stunde, hab SpaĂ und sei aufmerksam. Markier am besten die ersten paar Male die Schritte nur, (sprich tanz die Bewegungen nur klein) und konzentrier dich auf den Ablauf.
Ăbrigens: Solltest du dich tatsĂ€chlich mal in ein Blackout manövrieren, dann nimm es als etwas Gutes, geh an den Start zurĂŒck, wisch alles weg und fang von vorne an. Danach bleibt es dann noch besser hĂ€ngen. Ich habe mich immer ĂŒber Blackouts gefreut, die kommen meistens nĂ€mlich nur einmal. Und ich war immer froh, wenn es noch vor und nicht wĂ€hrend einer AuffĂŒhrung war!
2. Nicht abschauen!
Gewöhn dich erst gar nicht daran von anderen abzuschauen, diese Angewohnheit wird man nur schwer wieder los, und sie kann einen in ziemlich verzwickte Situationen bringen. Versuche dich unabhĂ€ngig vom Lehrer, anderen TĂ€nzern und dem Spiegel zu machen. Ăbe die Schrittfolge fĂŒr dich allein, geh sie im Kopf durch, wiederhole sie oft langsam, bis dein Körper sie verinnerlicht hat und du fĂ€hig bist sie auch ĂŒber der normalen Tanzgeschwindigkeit zu performen. Mit der Zeit wird das immer schneller gehen und du musst auch nicht mehr jede freie Minute deine Choreografie im Kopf haben.
Mein liebster Hip-Hop-Tanzlehrer hat immer unglaublich schnelle Choreografien auf Lager, die uns SchĂŒler in den Wahnsinn treiben. Er ist ĂŒberzeugt âkannst du es langsam, dann kannst du es auch schnell. Dein Kopf ist das Einzige was dir sagt, dass du es nicht kannst. Also schalt den Kopf aus und du kannst alles tanzen.â Wichtig ist also auch, dass du an dich glaubst.
3. Pausen machen!
Auch das Pick-Up ist eine Sache, die sich in unseren Gehirnen erst setzen muss, und oft kommt es bei so vielen neuen Informationen nicht schnell genug nach. Daher kann es schon mal passieren, dass nach einer lĂ€ngeren Tanzpause das Pick-Up um einiges besser geworden ist, ohne dass man dafĂŒr etwas getan hat.
4. Deinen Lern-Zugang finden
Hast du schon mal etwas von verschiedenen Lerntypen gehört? Jeder Mensch lernt Dinge anders am besten. Manche brauchen sie mit einer Geschichte oder einem Bild hinterlegt, manchen hilft es mehr wenn sie genau erklĂ€rt bekommen was sie tun mĂŒssen, andere mĂŒssen die Schritte mit GefĂŒhlen belegen. Und wieder andere hören auf den Liedertext oder zĂ€hlen Takte, und zerpflĂŒcken die Musik gedanklich.
5. Neuer Tanzstil, neues GlĂŒck
Ein schnelleres Pick Up hat auch viel mit Routine beim Tanzen zu tun. Denn wenn du die meisten Schritte in der Choreo schon aus dem Tanzunterricht kennst, muss dein Kopf sie nur noch in Reihenfolge bringen. So kann es aber leider passieren, dass mit deinem Pick Up an neue Grenzen stöĂt, wenn du dich entscheidest einen neuen Tanzstil zu beginnen, obwohl du doch eigentlich schon ganz gut warst.
Choreografien lernen ist, wie alles andere beim Tanzen auch, einfach Ăbungssache. Unsere grauen Zellen mĂŒssen genauso trainiert werden wie unsere Muskeln. Manchen TĂ€nzern fĂ€llt das leichter als anderen, aber schlussendlich schafft es jeder.
Wenn du merkst, dass deine Konzentration komplett auf dem Tiefpunkt ist, versuche es mit einem Rosmarin-Ăl-Spray. Eine Studie der University of Northumbria at Newcastle in GroĂbritannien hat ergeben, dass die Ă€therischen Ăle des Rosmarins, und vor allem das darin enthaltene Eukalyptol, beim Atmen durch die SchleimhĂ€ute aufgenommen wird, und dabei hilft, die ErinnerungsfĂ€higkeit zu verbessern.